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Referenzen
Lawinenverbau
2001-2009 Lawinenverbauungsprojekt Plütschessa 2003-2009, Gemeinde Ftan, Vorstudie bis Detailprojekt und Bauleitung. Verbau mit Schneenetzen.
 

Variantenstudium mit Vergleich von Anrissverbauungen, Leit- und Auffangdämmen. Kosten/Nutzen Analyse. Bauausführung und Bauleitung.

1998-2003 Lawinenverbauungsprojekt Mingèr 1998-2003, Gemeinde Tschlin, Vorprojekt - Bauleitung.
  Sanierung Fundamente auf Bündnerschiefer mit Spritzbeton.
1998 Lawinenverbauung und Aufforstung Curschiglias Etappe 1998/99, Gemeinde Samanun, Detailprojekt.
1995 Lawinenverbauungsprojekt Salantinas Etappen 2 und 3, Gemeinde Samnaun, Detailprojekt.
   
Lawinenbeurteilungen
2006-2007 Vorstudie Lawinen- und Steinschlagschutz Samnaun. Auftraggeber Amt für Wald Graubünden.
2006 Lawinenbeurteilung Ausbaukonzept Diavolezza - Lagalb in Zusammenarbeit Toscano AG.
2005-2006 Erarbeitung Massnahmenkonzept Samnauntal im Auftrag der kantonalen Gefahrenkommission und der Gemeinde.
2004-2006 Beurteilung der Lawinen- und Schneedruckgefährdung für Wintersportanlagen in Celerina, Zuoz.
2003-2004 Gefahrenkarte Lawinen Klosters 2004, Gemeinde Klosters, Projektausführung.
2002 Gefahrenkarte Lawinen Samnaun 2002, Gemeinde Samnaun - Kantonale Gefahrenkommission, Projektausführung.
  Lawinendynamische Berechnungen.
1993-2003 Diverse Einzelgutachten für die Gemeinden Ardez, Ftan, Pontresina, Poschiavo, Ramosch, Samnaun, St. Moritz, Tschierv, Zuoz, S-chanf, Segl im Auftrag der kantonalen Gefahrenkommission.
2001 Lawinenbeurteilung Skigebiet Motta - Naluns Scuol, Pendicularas Motta Naluns
Scuol-Ftan-Sent SA, Projektausführung.
1998-2002 Lawinenbeurteilungen für die Wintersportgebiete Celerina, Samnaun, Zuoz.
1999-2000 Generelle Beurteilungen Gefahrenzonen für die Gemeinden Sent, Ftan, Ardez, Susch, Zernez im Auftrag der kantonalen Gefahrenkommission.
Ab 1993 Verschiedene Einzelgutachten im Auftrag der kantonalen Gefahrenkommissionen.
   
Forstliche Planung
1997-2006 Forstliche Betriebspläne der Gemeinden Müstair, Sta. Maria-Valchava, Fuldera, Tschierv, Lü, Samnaun, Pontresina-Samedan, St. Moritz, Segl-Silvaplauna, Ardez-Ftan-Guarda.
1997-1999 Plan da svilup da god Engiadina Bassa, Gemeinden Samnaun bis Zernez / Amt für Wald Graubünden, Kartenerstellung.
  Ausführung GIS-Teil: Bearbeitung digitale geografische Daten, Kartenerstellung.
1994-1995 Plan da svilup da god Val Müstair, Gemeinden Müstair bis Lü / Amt für Wald Graubünden, Planung und Kartenerstellung.
   
Waldbau- und Integralprojekte
2002-2005 Integralprojekt-Vorstudie Gemeinde Scuol mit Waldweideausscheidung, Waldbau, Waldstrassenausbau, Lawinenverbau S-charl; Begleitung Projektierung Amt für Wald in Zusammenarbeit mit Forstingenieure Mathis + Nesa, Scuol.
2002-2005 Integralprojekt-Vorstudie Gemeinde Tarasp mit Hangsicherung, Waldbau, Waldstrassenausbau und -sanierung; Begleitung Projektierung Amt für Wald.
1998-1999 Waldbauprojekte St. Moritz, Silvaplana-Segl.
   
Waldstrassen
1997-2005 Diverse Waldstrassenprojekte für die Gemeinden Müstair, Sta. Maria, Tschlin, Sent; Detailprojekte.
  Holz-Betonverbund Brücke (40 to), projektiert durch Bauingenieur Jon Andrea Könz, Zernez.
   
Weitere
1997 Waldfeststellung statische Waldgrenze - Bauzone Gemeinde St. Moritz.
   
Referenzen Details

Lawinenverbauungsprojekt Mingèr 1998-2003

Intensive Verwitterung des Bündnerschiefers führt zu Schuttansammlung und Steinschlag. Im Bereich der Holzwerke stellt sich Waldverjüngung und Vegetation nicht wie vorgesehen ein. Ab Frühjahr 1988 wurden Steinschlagschäden und auf Verwitterung zurückzuführende Destabilisierungen der Werke festgestellt (Hinterfüllung, Fundamentschwächung). Zerstörte Werke wurden ab 1994 laufend ersetzt und ein Teil der Hinterfüllungen in Drahtschotterkörbe eingebaut. Bisher wurden 6 permanente Werke zerstört und 23 Werke beschädigt. Die bisher festgestellten Schäden und Probleme übersteigen den normalerweise zu erwartenden Aufwand für den Unterhalt erheblich.

Die erodierte Fundamente der Stahlwerke wurden mit Einsatz von Spritzbeton saniert. Dieses Verfahren erfordert einen gewissen Installationsaufwand, ist aber in der Anwendung sehr effizient und günstig.

Lawinenverbauungen auf stark verwitterndem Untergrund in sehr steilem Gelände:

Fundation wurde mit Gunit Spritzbeton abgedeckt, um Verwitterung zu verzögern:

Das Anbringen des Spritzbetons:


Checkliste Bestandeskarte

Text aus Artikel in der Zeitschrift Bündnerwald Nr. 3/2000 (Dr. Ueli Bühler, Amt für Wald Graubünden und Nicolo Pitsch):

Aufgabe der Bestandeskartierung ist es, einen fundierten Überblick über den Waldzustand und über die in den nächsten 10-20 Jahren notwendigen waldbaulichen Massnahmen zuhanden der Betriebsplanung zu geben. Anhand einer Checkliste erstellt der Revierförster im Wald für jeden Waldbestand eine detaillierte Beschreibung und hält die nach waldbaulichen Gesichtspunkten notwendigen Massnahmen für den Planungszeitraum (10-20 Jahre) fest. Als Resultat der intensiven Feldarbeit liegen die Checklisten sowie die Feldkarte mit eingetragenen Bestandesnummern und Bestandesumgrenzungen vor.

Die Informationen der Checklisten werden über eine Erfassungsmaske direkt in die Datenbank eingegeben. Wenn alles richtig erfasst ist, können nun im EDV-System das cover (Bestandesumrisse) und die Attribute (Bestandesbschriebe) über die Bestandesnummer miteinander verknüpft werden. Damit lassen sich unter anderem die Waldbeschreibungen auf Karten darstellen. Als EDV-Instrumente dienen für die Verwaltung der Geometrie Arc/Info und für die Attributverwaltung ORACLE.

Die Auswertung der Daten soll wieder durch den Revierförster, oder wenigstens nach dessen Wünschen erfolgen. Da sein Büro in der Regel mit einem PC, aber ohne geographisches Informationssystem ausgerüstet ist, werden dazu auf dem zentralen GIS Arc/Info jetzt einerseits die notwendigen Karten hergestellt. Es sind dies Bestandes- und Massnahmenkarten gemäss waldbaulicher Notwendigkeit sowie allfällige weitere Darstellungen, etwa zu den Themen Stabilität, Verjüngung, Baumartenzusammensetzung etc. Anderseits erfolgt über die ODBC-Schnittstelle ein Export der ORACLE-Daten in eine Access-Datenbank mit ausgedehnter Analyse-Funktionalität. Sie wird dem Revierförster abgegeben.

Ablauf bei der Erstellung und Auswertung der Bestandeskarte für die forstliche Betriebsplanung:



Gefahrenkarte Lawinen

Die Bundesgesetze über den Wald und den Wasserbau (1991) sehen eine Prävention zum Schutz von Menschen und erheblichen Sachwerten vor Lawinen, Steinschlag, Rutschungen, Wildbächen und Hochwasser vor. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Risiko auf ein akzeptables Mass gesenkt werden, wobei Kosten und Nutzen der Massnahmen abzuwägen sind.

Die Gefahrenkarte Lawinen gibt Auskunft über die Gefahrenart und über die Intensität und die Wahrscheinlichkeit, mit welcher Lawinenereignisse im betrachteten Raum auftreten können.

Lawinendynamische Berechnungen

Die Qualität von lawinendynamische Berechnungen ist stark abhängig von der Wahl realistischer Eingangsgrössen. Der Erhebung von Grundlagen kommt grosse Bedeutung zu.

Die Kenntnis bisheriger Ereignisse gibt wertvolle Aufschlüsse in Bezug auf Extremereignisse
Eine sorgfältige Geländebegehung gibt Aufschlüsse zum Verhalten und Ausmass der Lawinen im Anriss-, Transit- und Ablagerungsbereich.
Aufbauend auf die gesammelten Grundlagen erfolgen lawinendynamische Berechnungen mit dem 1-dimensionalen Programm Aval 1-d des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung Davos (EISLF). Druckprofile 300- und 30-jährlicher Lawinen.
Lawinenkataster bilden eine ausgezeichnete Grundlage. Sie geben Bescheid über bekannte Ereignisse und erlauben Abschätzungen über mögliche zukünftige Ereignisse.